| “Wenn meine Tante einen Bippel hätte, wär’ sie mein Onkel.” 27.2 2007 | |||
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Verschobener Rückrundenstart, Qualen am Internetradio, Josef in Bestform und Tormonster Reimann in Aktion… … kurz gesagt; es gab nichts, was es am 17. Spieltag der Oberliga NOFV-Süd nicht gegeben hätte – ein würdiger Start aus der Winterpause, die bereits viele Anhänger zu überleben drohte. Winterpause – eine wohl mittlerweile überholte Bezeichnung für die schlimmste Zeit des Jahres. Und gleichzeitig der Beweis dafür, dass ein absolutes Grottenspiel besser ist als gar keines – andererseits ließe es sich kaum erklären, warum man sich nach spätestens drei Wochen sehnlichst zurückwünscht, was man vorher als unfähigen Haufen überbezahlter Söldner oder bodenlose Frechheit abgetan hat. Am schlimmsten wird es dann,
wenn man eh nur noch auf Sommer wartet; die Saison ist schließlich
nicht erst einmal abgehakt worden. So weit so gut: Als ersten Spiel
im Neuen Jahr war der Pokal-Kracher gegen Auerbach vorgesehen –
der nach einem kleinen Zwischenfall beim Lokalrivalen aber erst einmal
abgesetzt wurde. An Kreativität mangelts
scheinbar auch nicht, man muss sich halt nur geschickt genug anstellen.
Da die Anhänger Chemies
nicht gewillt waren, noch eine weitere Woche auf hochklassigen Fussball
zu verzichten, musste eine Alternative organisiert werden. Gesagt, getan;
und innerhalb weniger Tage wurde ein Spiel mit Anhägern aus Auerbach
vereinbart, welches an Stelle des Pokalmatches stattfand. Und wie es los ging! Bereits
nach einer Viertelstunde liegt Chemie 0:1 hinten. Ich muss nicht erwähnen,
dass wir gegen den Tabellenletzten gespielt haben, ich frage mich nur,
was ich so lange vermisst habe. In Momenten wie diesen verflucht man die
eigene Vorfreude und wünscht sich lieber 100 weitere Jahre Winterpause. Wegbereiter zum 0:1 war natürlich
ein Fehler, wie er dümmer nicht hätte sein koennen: Twardzik
fängt eine Flanke ab und will den Ball abschlagen. Vorher allerdings
muss das obligatorische Aufdaudzen erfolgen – nicht unfallfrei wie
sich zeigen wird. Gut, dass wir in der Winterpause
mit Virag und Reimann groß eingekauft haben. Eben jener Reimann
markiert in der 35. Minute das 1:1 und legt in der 55. noch eins drauf. Was soll’s. Geyer wird
ihn später gegen den 20-jährigen Lee Gandaa austauschen und
das Team den Vorsprung über die Zeit retten. Spätestens nach dem nächsten Unentschieden sind wir wieder tot und das Team zum Scheitern verdammt – manchmal wünscht man sich doch ein bisschen Beschauligkeit – und sehnt sich nach einer Medienlandschaft italienischen Vorbilds. Ich für meinen Teil übe mich vorsichtshalber noch etwas in Zurückhaltung, schließlich ist das nächste Spiel immer das schwerste. Und das gegen Angstgegner Meuselwitz wird ein besonders schweres. In diesem Sinne: Grüsse
von Chemie – nicht nur in Sachen Fankultur Nummer 1 in Leipzig. Julius |
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