| Wer Gutes will und Frisches mag, bekommts bei Richter jeden Tag! 12.2 2007 | |||
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Während die Bundesliga
schon vier Trainerwechsel zu verzeichnen hat, der große FCB großen
Worten noch größere Taten folgen lässt, und der Calcio
in Italien ins bodenlose fällt, ruht in der Oberliga der Ball. Mittlerweile rechnet man ja mit allem. Gleich ob Rückzug des Hauptsonsors und sofortige Insolvenz, aisiatischer Grippevirus im kompletten Kader oder Gerüchte um einen neuen Manipulationsskandal. Irgendetwas wird schon kommen – und nicht zu knapp; denn spätestens im Dezember brach über Leipzig ein, was sich schon lange am Horizont angekündigt hatte. Wer diesesmal jedoch
mit dem schlimmsten rechnete, musste sich ungläubig die Augen wischen.
Keine Insolvenz, kein Skandal, nicht mal ein Trainerwechsel war zu verzeichnen,
dafür aber – man höre und staune – sollte es Geld
geben. Richtig Geld sogar. Langfristiges Engagement
und eine goldene Zukunft, alles Argumente, die in Zeiten, wo man sich
mit Auerbach zu Hause die Punkte teilt, offene Türen einrennen. Raus
aus der Vierten Liga, weg von Spielen gegen die Reserve von Rot-Weis Erfurt,
hin zu einem Favoritensieg gegen den AC Mailand. Die Mühe jedoch
sollte sich lohnen – und wer sie auf sich genommen hatte, wusste
folgendes zu berichten: Alles was das langgepflegte Hobby ausmacht; reihenweise Enttäuschungen ebenso wie Dilletanten in der Vereinsspitze und jedes Jahr auf’s Neue verpasste Ziele, aber auch grosse Spiele oder unvergessene Auswärtsfahrten würden mit einem Schlag Platz machen – Platz für Volksheld Beckenbauer und Konsorten, Platz für eine biedere Klubführung nach bajuwarischem Vorbild, Platz für Fans, die gestern im Dress des BVB herumliefen, heute Bayern toll finden, und morgen glühende Anhänger von Red Bull Leipzig sein sollen. Klar gibt es schönere
Dinge als Holzhackern in der Oberliga beim Arbeiten zuzuschauen, sicherlich
will auch Leipzig mal wieder Profifussball sehen, und natürlich können
überregionale Sponsoren nicht schaden, aber wenn der Preis ein Verein
ohne Wurzeln und dem Verfalldatum eines Zlatko oder Jürgen ist, wenn
eine Retortentruppe herauskommt, der es spätestens nach der ersten
Niederlagenserie so ergeht wie den täglich wechselnden Superstars,
dann sehnt man sich doch schnell nach altem und vertrautem zurück. Selbst die Befürworter
Mateschitz in den eigenen Reihen werden auf Grund solcher Aussichten weniger.
Und spätestens seit dem sich die Sache mit dem überregionalen
Sponsor geklärt hat, gibt es sie gar nicht mehr. Desweiteren haben zwei weitere Spieler den Luxuskader bereichert. Verteidiger Bela Virag, alter bekannter und frisch gebackener ungarischer Meister, sowie Stürmer Christian Reimann, der beim Skandalspiel in Plauen noch ein Tor gegen uns gemacht hatte. Es bleibt das Geheimnis
von Trainergott Eduard Geyer, wie er in nur 14 Spielen neun Punkte aufholen
will. Eigentlich ein Wunder, dass man mit einem solchen Kader so schlecht
dastehen kann, aber umso erfreulicher, dass vier Siege in den letzten
vier Punktspielen Anlass zur Hoffnung geben. In zwei Wochen geht es wieder los, nach fast einem Viertel-Jahr Pause wohlbemerkt. Man wird sehen was die Neuen bringen, aber schlimmer als in der Vorrunde kann es eigentlich gar nicht werden. In diesem Sinne: Auf geht’s Schääääämie – kämpfen und siegen! Julius |
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