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Ja, auch solche Zeiten müssen mal kommen: nach Glanz und Gloria
kommt nun erstmals in dieser Saison ein Bericht, in der kein Meisterschafts-Sieg
der besten Mannschaft der Welt zu finden ist. Man kann halt nicht alles
haben, und ich hatte immerhin zwei Berichte lang Gelegenheit, zu jubeln.
Dies ist schon ungewöhnlich genug für Fortuna. Aber fangen wir
doch an, es gibt viel zu erzählen!
Einmal ist immer das erste Mal oder Mein Tagebuch (Epilog)
Liebes Tagebuch,
es ist vorbei! Nach 802 Minuten hat mal wieder jemand gegen uns getroffen.
Dennis Tornieporth aus Magdeburg. Dennis Tornieporth wer kennt
ihn nicht? Vorher Kickers Emden, vorvorher St. Pauli, noch vorher Holstein
Kiel hat nie ein Scheunentor getroffen, wenn es gegen uns ging.
Diesmal netzte er acht Minuten vor Schluss ein. Und ich fürchte,
ich trage eine Mitschuld! Hatte ich mir doch im ersten Teil des Tagebuchs
unser erstes Gegentor von einem Denis gewünscht! Okay, nur ein n
und außerdem ein Wolf, aber da hat der Fußballgott wohl nur
mit einem Ohr zugehört und nach dem Vornamen abgeschaltet. Gemein!
Bevor ich Dich, liebes Tagebuch somit zutiefst betrübt beende, bleiben
nur noch die Aufräumarbeiten...
Heute Nacht wieder nicht geschlafen. Eingedenk meiner Ankündigung,
was im Falle des ersten Gegentors mit meinen Fortuna-Socken passieren
wird, bin ich auf den Balkon geschlichen und habe sie von den Füßen
geringelt. Mit der Rohrzange ging das ganz leicht. Ich hatte danach sogar
noch Zeit und Muße, dem Geschosshagel empörter Nachbarn auszuweichen,
die mir mittels fauler Tomaten und Eier wohl demonstrieren wollten, was
sie geruchlich bei meiner Aktion empfanden. Alles Weicheier, die die historische
Dimension dieses Ereignisses nicht gebührend respektieren konnten!
Das hab ich natürlich nur gedacht, nicht gesagt. Als sie auf dem
Rasen unter meinem Balkon anfingen, die Pechfackeln anzuzünden, und
auch schon die ein oder andere Heugabel gesichtet werden konnte, schien
es mir geraten, die Socken in einen großen Briefumschlag zu stecken.
Seitdem hab ich meine Ruhe, und Herr Tornieporth kann sich demnächst
auf Post aus der ehemaligen Bundeshauptstadt freuen. Versprochen ist nun
mal versprochen! Ich muss mich nur noch erkundigen, was so ein Gefahrguttransport
nach Magdeburg wohl kosten mag...
Ja, auch Jungfrauen fangen mal an. Irgendwann musste es ja passieren,
dass wir uns wieder einen einfangen. Das Ärgerliche an jenem Gegentor
am 15.09.07 war nur, dass es der einzige Treffer des gesamten Spiels war,
und Fortuna somit 0:1 beim 1.FC Magdeburg verlor. Noch ärgerlicher
war dies, weil es überflüssig wie ein Kropf war. Fortuna war
nämlich über die gesamte Spielzeit vor fast 13.000 Zuschauern
eigentlich das bessere Team mit den besseren Chancen. Aber diesmal war
es ein typisches 3-€-ins-Phrasenschwein-Spiel à la: Wenn
du die Dinger vorne nicht rein machst, darfst du dich nicht wundern, wenn
es hinten einschlägt. In der 82. Minute war es soweit: Markus
Anfang spielte einen Fehlpass an der Mittellinie, die Gastgeber schalteten
sofort um und präsentierten einen hervorragenden Angriff, eigentlich
ihre einzige herausgespielte Torchance in der zweiten Halbzeit: langer
Pass auf die linke Seite, eine schöne Flanke in die Mitte, hinweg
über Sebastian Heidinger, der in dieser Situation rätselhafterweise
den letzten Abwehrspieler im Strafraum gab und sich als Stürmer
eher nicht verwunderlich bei der Flanke verschätzte. Der Ball
fiel genau auf den Fuß des oben erwähnten Tornieporth, und
der netzte direkt aus der Luft mit der Innenseite ein noch nicht
mal besonders stramm geschossen, aber schön fies gegen die Laufrichtung
von Torwart Melka, zudem passte die Kugel noch genau links ins Eck. Ein
prima Tor, welches wir allerdings aus gegebenem Anlass gar nicht so prima
fanden. Allerdings war es dann doch betrüblicher, als Axel Lawaree
nur drei Minuten später eigentlich alles richtig machte, im Strafraum
der Magdeburger umher kurvte und die Lücke suchte, diese schlussendlich
auch fand und den sehr guten Torwart Beer mit einem Flachschuss überwand
nur um anschließend festzustellen, dass sich in der Zwischenzeit
ein Magdeburger auf die Torlinie geschlichen hatte und schändlich
klären konnte. Gemein, sowas! Denn damit war das Spiel durch, und
Fortuna hatte nicht nur das erste Gegentor nach 802 Minuten kassiert,
sondern auch gleich die erste Saisonniederlage. Und die war sowas von
vermeidbar, was man allein schon daran sehen konnte, dass sich Magdeburger
Fans im Internet-Forum tatsächlich für den Sieg ihrer Mannschaft
entschuldigten ohne Reue natürlich, das wäre ja bei uns
auch nicht anders. Als kleinen Nebeneffekt war man an diesem Wochenende
dann auch die Tabellenführung los, weil der Wuppertaler SV gegen
Babelsberg gewann und vorbeizog, aber das interessiert mich zum jetzigen
Zeitpunkt eher weniger. Traurig nur, dass genau das eingetroffen war,
was man befürchtet hatte: der erste Rückstand in der Saison
bedeutete auch zugleich die erste Niederlage. Das war das eigentlich Bedenkliche
an diesem Spiel. Hoffentlich würde man sich schnell akklimatisieren
können, um zukünftig auch mal ungewohnte Rückstände
aufholen zu können, denn die soll es im Fußball ja tatsächlich
ab und zu geben.
Noch ein Nachtrag zu meinem Tagebuch: nach dem Spiel gegen Fortuna traf
Magdeburg zunächst auf Ahlen, dann auf Dortmund II. Beide Partien
verloren sie. In beiden Spielen wurde Dennis Tornieporth vorzeitig ausgewechselt,
und zwar jeweils vor der ominösen 82. Minute, in der er Fortuna ins
Unglück gestürzt hatte. Klar werden sie behaupten, es seien
taktische Wechsel gewesen. Aber ich weiß es besser. Da hatte wohl
ein Gefahrguttransport sein Ziel erreicht und den Spieler nachhaltig geschwächt...ein
würdiger Abschluss meines Gegentor-Tagebuchs!
Und wohin fährt man wohl, wenn man am nächsten Tag mal alles
hinter sich lassen und den doch nicht geringen Frust mit einem ordentlichen
Lachen herunterspülen möchte? Genau, nach nebenan, ins Stadion
der Stadt mit der komischen Bahnhofskirche. Wobei das mit dem ordentlichen
Lachen nicht nur einfach eine spöttische Bemerkung ist mir
ist aufgefallen, dass die dortige Heimmannschaft in den letzten 12 Monaten
regelmäßig den größten Murks zusammenspielt, wenn
ich mal im Stadion bin. So auch diesmal. Hätte ich mehr Zeit, würde
ich ernsthaft darüber nachdenken, mir für die eine Dauerkarte
zuzulegen. Aber an diesem Tag lag das Highlight eindeutig vor dem 0:0
des 1.FC Köln gegen Fürther Greuth oder wie dieser Gegner hieß.
Da gab es nämlich auf dem Rasen ein Interview mit einem ca. fünfjährigen
Stöpsel, den der Stadionsprecher tatsächlich ernsthaft fragte:
Was erwartest du heute? Das kann man einen Fünfjährigen
schon mal fragen, finde ich! Ich hab mir nur gewünscht, dass der
Kleine den Mund aufgemacht und geantwortet hätte: Nun ja, ich
erwarte einen defensiven Gegner, der aus einem starken Abwehrverband heraus
auf Konter spielt! Kam leider nicht. Aber der Kleine wirkte auch
so schon verwirrt genug. Auf die nächste Frage, ob er das letzte
Spiel seines Vereins denn zuhause am Fernseher gesehen oder ob Papa ihm
das Ergebnis mitgeteilt habe, erwiderte er ein klares: Weiß
nicht. So müssen Interviews sein! Ich fand es herzerfrischend.
Genau so wie die Szenerie beim Einlaufen der Mannschaften. Wir hatten
auf der Osttribüne Platz genommen. Über uns wollte wohl ein
Kölner Fan eine kleine Konfetti-Choreo bieten, jedenfalls regnete
es Papierschnitzel auf uns herab. Ist ja nicht weiter schlimm. Im Gegenteil,
richtig lustig wurde es, als ich ein Stück Papier, welches mir in
den Schoß geflattert war, mal zur Hand nahm. Da hatte jemand beim
Zerreißen des Papiers wohl nicht besonders nachgeschaut, ich fand
die komplette Adresse des Konfettomanen. Also, lieber Daniel W. aus Kxxxxx,
es ist ja toll, dass eure Stadt solche Leute hervorbringt, die ganz prima
ganz schnell im Kreis herumfahren können, aber das mit der Choreo
solltet ihr beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen besser üben.
Ein noch größeres Hallo gab es, als meine Nachbarn sich ihre
Papierschnitzel auch mal genauer anguckten, anscheinend hatte der gute
Mann eine Rechnung oder auch einen Kontoauszug zu Konfetti verarbeitet
und an den entscheidenden Stellen etwas schlampig durchgerissen. Und daher
möchte ich Daniel zum Abschluss zurufen: das war aber nicht billig,
was du dir da geleistet hast! Aber wer hat, der hat...und zeigt es dann
(wenn auch eher aus Versehen) gerne schon mal her.
Und als ich dann am Abend noch feststellte, dass sie im Gewinnspielsender
DSF zu blöd sind, die richtige Gewinnspiel-Telefonnummer für
ihr Gewinnspiel anzugeben (und, wahrscheinlich nach dem Multiple-Choice-Verfahren,
vorsichtshalber drei verschiedene Nummern einblendeten), da wusste ich:
es ist alles nicht so schlimm. Auch ein Gegentor wirft uns nicht um, solange
es noch genug zu lachen gibt. Und ich, der ich in Bonn wohne, hab so etwas
ja in der unmittelbaren Nachbarschaft....
Wieder Rückstand wieder Niederlage
Am 22.09.07 kam der VfB Lübeck in die LTU-Arena und nahm mit einem
1:0 drei Punkte mit, die erste Heimniederlage der Saison für Fortuna.
12.500 Zuschauer sahen zwar, dass auch die wieder ein besserer Witz war,
aber das ändert natürlich nichts am Ergebnis. Fortuna ganz klar
überlegen, Bekim Kastrati, erstmals in dieser Saison nach seiner
Verletzung von Anfang an dabei, zeigte mal gleich, wie er das Spiel zu
beflügeln dachte für seine erste Torchance brauchte er
genau 34 Sekunden. Die vergab er allerdings ebenso wie er und andere Spieler
so manch andere Chance in diesem Spiel. Die Führung für die
Fortuna schien nur noch ein Frage der Zeit, da schlug Lübeck, das
man bislang nur am Rande wahrnehmen konnte, unmittelbar vor dem Pausenpfiff
erstmalig zurück: bei einem schönen Angriff über links
bekam die Fortuna-Abwehr den Ball nicht weg, rechts im Strafraum kam Ex-Fortune
Daniel Cartus frei zum Schuss, und dann wurde es tragisch: Torwart Melka
konnte den Ball nur prallen lassen, was angesichts der Entfernung des
Schützen nicht weiter verwunderlich war, hechtete aber hinter dem
Abpraller und hätte ihn auch locker gehabt, wenn ja, wenn
nicht Robert Palikuca aufgetaucht und ihm die Kugel quasi aus den aufnahmebereiten
Händen gespitzelt hätte. Auch dagegen ist eigentlich nichts
zu sagen, hätte er die Kugel damit auf die Tribüne und somit
aus der Gefahrenzone befördert. Leider tat er dies nicht, sondern
legte den Ball nur drei, vier Meter vor. Er rauschte hinterher und traf
den nachsetzenden Cartus Elfmeter. Lübecks Routinier Dietmar
Hirsch verwandelte sicher zur doch überraschenden Pausenführung.
Noch tragischer wird diese Szene nicht nur dadurch, dass es das Goldene
Tor des Spiels war, sondern auch dadurch, dass es kein Elfer war. Im Fernsehen
konnte man in der Zeitlupe sehen, dass Palikuca beim Nachsetzen klar den
Ball spielte, und Cartus dann erst über seinen Fuß stolperte.
Aber wie gesagt: in der Zeitlupe. Hier mag ich Schiri Schrempershauwe
keinen Vorwurf machen, den Elfer hätten ich und auch andere wohl
ebenfalls gegeben, in der Sekunde der Aktion war das wirklich nicht zu
sehen. Dies war allerdings auch so ziemlich das einzig Positive, was man
über den Schiri sagen konnte, der das Spiel einerseits mit seiner
kleinlichen Regelauslegung völlig zerpfiff, andererseits aber noch
nie etwas von der Vorteilsregel gehört zu haben schien, was zumindest
in einer Szene zu einem auch sichtbaren Nachteil führte, als ein
Fortune am Mittelkreis gefoult wurde, dennoch der lange Pass in die Spitze
auf Kastrati kam, der ziemlich allein Richtung Lübecker Tor strebte,
um zwei Sekunden später vom Schiri zurückgepfiffen zu werden,
der auf Freistoß für Fortuna entschied. Da scheint durchaus
Nachschulungsbedarf für den Herrn Spielleiter gegeben zu sein. Als
er im Laufe des Spiels dann immer mehr den Überblick verlor, verlegte
er sich, wie es so viele Schiris in der Regionalliga zu tun scheinen,
darauf, eine Gelbe nach der anderen zu zeigen und dadurch den Grundstein
zu legen, dass es auf dem Platz zunehmend leerer wurde: in der 78. Minute
wurde Jens Langeneke mit Gelb/Rot des Feldes verwiesen, nach einem dämlichen
Frustfoul. Er verlor den Ball an des Gegners Sechzehner, rannte wütend
hinter seinem Gegenspieler her und rempelte diesen an der Seitenlinie
mal eben weg. Wer schon mit Gelb vorbelastet ist und so rein geht, der
kann nur wichtige Termine haben, es sah fast nach Absicht aus. Diese Verwarnung,
die den Platzverweis nach sich zog, war also vollends gerechtfertigt,
dafür war die Gelbe gegen Langeneke zuvor ein Witz. Der Schiri sorgte
dann aber harmonisch für den Ausgleich, indem er zwei Minuten später
den Lübecker Caruso ebenfalls mit der Ampelkarte zum Duschen schickte,
ebenfalls für ein Allerweltsfoul. Dafür übersah er jedoch
zum Beispiel wieder einmal eine glasklare Tätlichkeit des in hiesigen
Kreisen mittlerweile sattsam bekannten Ex-Uerdinger Amokläufers Benny
Baltes, der dem am Boden liegenden Cebe beim Passieren mal schnell den
Fuß ins Gesicht stellte, eine Abart des Zweikampfs,
die zu jener Zeit auch in der Bundesliga mehrfach beobachtet und nachträglich
geahndet werden konnte. Aber natürlich nicht bei uns.
Ach ja, die 2. Halbzeit: da vergeigte Fortuna noch ein paar sehr gute
Chancen und verlor deshalb das Spiel, denn von der Lübecker Maurertruppe
ging nach vorne keine Gefahr mehr aus. Überragender Spieler der Gäste
wurde Torwart Frech, der die Fortunen ein ums andere Mal zur Verzweiflung
brachte. Sein Glanzstück lieferte er bereits in der 56. Minute ab:
Traumkombination der Fortuna (ja, einmal im Monat können wir das!),
eine weite Flanke von links in die rechte Strafraumecke wird von Cebe
direkt aus der Luft artistisch nach innen gebracht, genau auf den Kopf
des heranstürmenden Kastrati, der aus vollem Lauf per Kopf aus fünf
Metern leider nicht den Ausgleich machte, denn mit eine Wahnsinns-Reflex
kratzte Frech das Ding noch von der Linie. Ich bin sicher, er weiß
bis heute nicht genau, wie er das gemacht hat, aber es sah super aus,
Respekt! Fortuna gab wirklich alles, selbst kurz vor Schluss hatte der
eingewechselte Christian Erwig noch die Riesenchance, aber er kam an einen
Abpraller nach einer weiteren Parade von Frech nicht richtig heran. Dies
wäre auch in der Hinsicht bemerkenswert gewesen, als dass sich zu
diesem Zeitpunkt des Spiels nur noch neun Fortunen auf dem Platz tummelten.
Markus Anfang musste verletzt ausscheiden, und da schon dreimal gewechselt
worden war, musste man das Spiel dann halt mit neun gegen zehn beenden.
Mindestens ein Punkt wäre so was von verdient gewesen, aber man verzockte
ihn selbst und kann auch nicht die unterirdische Leistung des Schiris
als Entschuldigungsgrund heranziehen.
Hinzu kam man schwer gebeutelt aus dem Spiel. Partien gegen Lübeck
waren in den letzten Jahren ja fast immer, hm, relativ intensiv
geführt, um es mal so auszudrücken. Diesmal war es eigentlich
recht fair (außer, wenn der kleine Benny mal wieder wütete),
doch der Aderlass war beträchtlich: Platzverweis für Langeneke,
Verletzungen von Heeren, Anfang und Lambertz, dem überragenden Spieler
der letzten Partien. Das machte die Niederlage doppelt bitter.
Wie man ein Fußballspiel nicht organisiert
Zeit zum Jammern gab es nicht: bereits vier Tage später musste die
Fortuna wieder ran, zum Nachbarschaftsduell beim Aufsteiger RW Oberhausen,
der einen schwachen Saisonstart hingelegt hatte, aber anschließend
richtig aufgeblüht war und Sieg um Sieg eingefahren hatte. Man war
sich in Oberhausen sehr wohl bewusst, dass hier ein kleines Spitzenspiel
anstand, und mit dem fröhlichen Optimismus aller Dilettanten machte
man sich an die Organisation:
Currywurst gegen Sushi!! Schön gegen Reich!! Auf diese
bedingt originelle Weise versuchten sie im Vorfeld, für das Meisterschaftsspiel
gegen die Fortuna zu werben. Ob mit Newsletter, einem Promo-Team oder
auf Handzetteln: Kein Klischee wurde ausgelassen, um einen künstlichen
Spannungsbogen zwischen den beiden Städten zu konstruieren. Gleichzeitig
teilte man Fortuna mit, man sehe sich außerstande, bei diesem Abendspiel
den Verkauf von erwarteten 4.000 Eintrittskarten für den Gästeblock
organisatorisch auf die Reihe zu bekommen. Deshalb griff man zu einem
anderen Mittel und verkündete, dass es Karten für die Gäste
nur im Vorverkauf geben würde, nicht am Spieltag. Gegen entsprechende
Vorverkaufsgebühr natürlich. Nur, um am Dienstagabend, also
einen Tag vor dem Spiel, bekannt zu geben, dass die Abendkassen nun ebenfalls
für Fans aus der Landeshauptstadt geöffnet sein würden.
Anscheinend überwog auch im Schatten des Gasometers die tiefere Einsicht,
dass Schönheit allein nicht reicht, und man ab und an auch Geld verdienen
muss auch wenn man vielleicht nicht reich werden will. Oder so
ähnlich. Aber wahrscheinlich werden sie sich gar nichts dabei gedacht
haben. Ebenso wenig wie die Oberhausener Polizei, die am örtlichen
Hauptbahnhof bei Ankunft des Sonderzuges aus Düsseldorf mal wieder
einen Polizeikessel vom Feinsten inszenierte, dass man sich wirklich nur
wundern konnte, wo die ihre Ausbildung genossen hatten. Oder diejenigen,
die für den Transport der Fans zum Stadion verantwortlich waren,
und zunächst gar keine Busse, diese dann anschließend nur kleckerweise
zur Verfügung stellten (zwei Bussen für über 1.000 Fans!).
Man ist ja viel gewohnt, aber dass der Heim-Verein die Gäste-Fans
erst mal ordentlich verhöhnt, dann beim Kartenkauf über den
Tisch zieht, anschließend einkesselt und beim zugesagten Transport
völlig versagt das war dann doch ziemlich neu. Sie waren mit
der Organisation völlig überfordert wie praktisch, wenn
man es dann an den Gästen auslassen kann. Auch wer mit dem Auto anreiste,
hatte seine helle Freude: wenn man sich erfolgreich durch die Staus durchgekämpft
hatte, die Ruhrgebiets-Autobahnen am Nachmittag nun mal zu bieten haben,
stellte man anschließend fest, dass schon eine Stunde vor dem Spiel
rund um das Stadion gar nichts mehr ging, unter anderem dadurch begünstigt,
dass die Anfahrt zum Stadion von der A 42, Ausfahrt Oberhausen-Zentrum,
komplett gesperrt war, sodass nahezu jeder mit einem fahrbaren Untersatz
über die Ausfahrt Buschhausen anreisen musste, mit den entsprechenden
Auswirkungen. Als Krönung wurde das Spiel mit einer Viertelstunde
Verspätung aufgrund des großen Zuschauerandrangs angepfiffen
im Laufe des Spiels wollte man der Presse dann weismachen, man
bedanke sich bei 8.300 Zuschauern...sehr unhöflich, mindestens 4.000
Zuschauer nicht in ihren Dank mit einzubeziehen. 12.000 Zuschauer war
nämlich die ungefähre Schätzung, die gestandene Oberhausener
auf der Tribüne abgaben, nachdem sie sich von ihren Lachanfällen
erholt hatten. Es war wirklich unglaublich, und als Fazit bleibt eigentlich
nur: ich persönlich halte nach jenem Abend die Verantwortlichen von
RW Oberhausen noch nicht einmal für fähig, einen Kindergeburtstag
zu organisieren. Mit allem, was über 4.000 Zuschauer hinaus geht,
scheinen sie schlicht überfordert. Vielleicht sollte sich der DFB
hiervon auch mal ein Bild machen. Wenn schon solch unfassbar wichtige
Auflagen für die 3. Liga wie fernsehtaugliches Flutlicht
gefordert werden, könnte man sich da eventuell auch mal um die Organisation
eines Fußballspiels kümmern? Da Wuppertal und Düsseldorf
schon da waren und sich ansonsten kaum jemand nach Oberhausen verläuft,
könnte der DFB ja mal eine Delegation dorthin schicken, wenn der
letzte große Zahltag ansteht, das wäre wohl das Heimspiel gegen
RW Essen zu Beginn der Rückrunde. Aber bitte inkognito, damit ihr
auch was davon habt! Und da rettet es auch nix mehr, dass die Nackensteaks
wieder mal hervorragend waren und, im Gegensatz zur Organisation, völlig
zurecht Ansprüche anmelden, in die neue 3. Liga zu gelangen.
Nun, das Spiel bot dann aber zum Glück auch einiges, es wäre
ja traurig gewesen, wenn nach all diesem Chaos auch noch ein 0:0-Langweiler
herausgekommen wäre. Es war ein abwechslungsreiches Spiel mit vielen
Torchancen, und immer spannend. Den Anfang machte RWO. Man hatte sich
gerade aufs Spiel eingestellt, da stand es auch schon 1:0 für die
Gastgeber. Nach drei Minuten und ein paar Sekunden hatte sich Kapitän
Mike Terranova die Kugel an der Mittellinie geschnappt und mal einen kleinen
Sprint angezogen. Ihm hinterher hechelte ein Fortune, ohne Chance, ihn
stoppen zu können, was allerdings dem Rest der Abwehr völlig
ausreichte, um gar nicht erst angreifen zu müssen. So erreichte Terranova
weitgehend unbelästigt den Sechzehner, zog einfach mal ab
drin das Ding. Torwart Melka machte bei diesem Treffer keine glückliche
Figur, denn der Ball kam doch relativ mittig aufs Tor. Er war allerdings
auch spät zu sehen und setzte unmittelbar beim Keeper noch einmal
auf.
Der Witz war ja, dass dies nicht die erste Torchance für die Gastgeber
war, schon in der 2. Minute hatte ein Kopfball nach einer Ecke sein Ziel
nur knapp verfehlt. RWO in der Anfangs-Viertelstunde bärenstark,
überrollte die Fortuna praktisch. Bei den Gästen spielte auf
der rechten Außenverteidiger-Position erstmals Olivier de Cock,
unser Neuzugang aus Belgien. In den ersten zwanzig Minuten lief der auf
dem Platz rum wie Falschgeld, war überhaupt nicht im Bilde, wurde
überlaufen, so sehr drückten die Oberhausener aufs Tempo. Ein
denkbar ungünstiger Start für einen Neuling. Doch de Cock fing
sich und avancierte zum stärksten Abwehrspieler auf dem Platz an
diesem Abend, ein Debüt, das schlecht begann, aber dann doch sehr
viel Hoffnung machen sollte.
Ebenso wie das Spiel der Fortuna. Nachdem man eine Viertelstunde lang
nur hinterher gerannt war, wendete sich das Blatt. Fortuna spielte druckvoll
nach vorne und drängte RWO in die eigene Hälfte zurück.
Chancen waren nur eine Frage der Zeit und wurden diesmal, im Gegensatz
zu Magdeburg und Lübeck, auch genutzt. Noch erfreulicher war, dass
beim besten Fortunen an jenem Abend, Bekim Kastrati, endlich der Knoten
platzte. Der war vorne quasi auf jeder Position zu finden, machte gehörig
Alarm und steckte seine langen Gräten wirklich überall rein,
wo es eventuell hätte weh tun können. Ein wuseliger Strafraum-Stürmer,
genau das Gegenteil von z.B. Feinbier und Podszus aus den letzten beiden
Jahren. Das mag nicht immer toll aussehen, das führt natürlich
auch vermehrt zu Fehlern aufgrund der vielen Ballkontakte, aber es bringt
immer auch Gefahr. Und weil er an diesem Abend so gut drauf war, netzte
er gleich zweimal ein. In der 30. Minute war er nach einem Eckball von
Marco Christ mit dem Kopf zur Stelle und markierte den Ausgleich. Und
in der 44. Minute ging die Fortuna gar mit 2:1 in Führung: nach einem
beeindruckenden Querschläger in der alles andere als sattelfesten
Oberhausener Abwehr nahm Lawaree die Kugel links im Strafraum auf und
brachte sie in die Mitte auf Kastrati, der sowas von frei stand, dass
er alle Zeit der Welt hatte, das Leder per Seitfallzieher oben rechts
im Eck zu versenkten. Ein tolles Ding, und die Führung war zu diesem
Zeitpunkt auch verdient.
Nach der Pause allerdings nicht mehr, denn RWO drückte wieder aufs
Tempo und brauchte nur fünf Minuten, um den Ausgleich zu erzielen.
Dafür kann es natürlich nur einen geben, nämlich einen
Ex-Fortunen, die ja über die Liga gestreut sind wie Sand am Meer:
Tim Kruse, im Sommer nach drei Jahren bei uns zum Aufsteiger gewechselt,
machte das Tor, mit einem seiner Hämmer aus zwanzig Meter Entfernung,
für die er auch bei uns durchaus bekannt war, allerdings auch mit
Glück, denn Palikuca fälschte den Ball unerreichbar für
Melka ab. Kruse selbst war das ziemlich peinlich, was man bei seinem anschließenden,
nicht vorhandenen Torjubel sehen konnte. Ja, ein netter Typ, der nicht
zu Unrecht bei uns auch recht beliebt, aber einfach zu oft verletzt war.
In Oberhausen übrigens auch, gegen uns machte er sein erstes Spiel
nach mehrwöchiger Pause. War ja klar, dass es dann gleich klingeln
würde...
Der Rest des Spiels war ein ständiges Hin und Her, sehr unterhaltsam,
mit Tempo bis zum Schluss, wobei Oberhausen die besseren Chancen hatte,
für Fortuna war meist am gegnerischen Sechzehner Schluss. Nichtsdestotrotz
hätte es fast noch ein Happy-End in der 90. Minute gegeben, bei einem
letzten schnellen Konter der Fortuna wurde wiederum Kastrati am Strafraum
frei gespielt, allerdings mit etwas Glück, deshalb war er auch etwas
zu überrascht. Er traf die Kugel nicht voll, und RWO-Keeper Semmler,
der schon halb auf dem Boden gelegen hatte und durch einen Lupfer leicht
hätte bezwungen werden können, konnte die Situation bereinigen.
Es wäre auch nicht verdient gewesen. Somit sprang an jenem Abend
ein 2:2 in einem flotten und ansehnlichen Spiel heraus. Wenigstens nicht
verloren, und endlich mal einen Rückstand wett gemacht. Ein gutes,
faires Spiel, übrigens mal wieder fehlerfrei geleitet von Bibiana
Steinhaus, unserer Bibi, die am Wochenende zuvor ihr erstes
Zweitliga-Spiel souverän absolviert hatte. Zum sechsten Mal pfiff
sie ein Spiel der Fortuna, zum sechsten Mal gewannen wir nicht, zum sechsten
Mal lag es nicht an ihr. Hier wartet eine weitere Negativserie darauf,
gebrochen zu werden...
Natürlich wurde im Forum nach dem Spiel von einem Punktverlust gesprochen,
den selbstredend der Trainer zu verantworten hatte. Ganz besonders schlau
fand ich denjenigen, der die Kampfstärke und Kondition der Oberhausener
hervorhob und hinzu fügte, dass Fortuna in diesen Punkten unterlegen
gewesen sei, könne nicht sein. Da würde er auch nicht als Ausrede
gelten lassen, dass Oberhausen am Wochenende zuvor spielfrei gehabt habe.
Ja nee, is klar gerade diese beiden Punkte können ja wirklich
nix damit zu tun gehabt haben, dass Fortuna binnen vier Tagen zwei Punktspiele
hatte und RWO nur eines. Weiß man ja, dass sich so etwas nie, nie,
nie z.B. auf die Kondition auswirken könnte. Also zumindest nicht,
wenn der Trainer Uwe Weidemann heißt. Ich glaube, bei dem ein oder
anderen steht er auch im Verdacht, Gegner-Trainer Hans-Günter Bruns
gekauft zu haben, der nach dem Spiel sagte, die Fortuna wäre die
stärkste Mannschaft gewesen, die er in dieser Saison bislang gegen
sein Team gesehen habe. Naja, der als ehemaliger Ostholländer hat
ja auch erwiesenermaßen überhaupt keine Ahnung vom Fußball...
Es war ein unterhaltsamer Abend bei einem starken Aufsteiger. Was den
Fußball betrifft. Was die Organisation angeht, so haben die Verantwortlichen
an jenem Abend eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie im Sommer
definitiv nicht aufgestiegen sind.
Spielfrei
Am Wochenende 28.-30.09.07 hatte Fortuna spielfrei. Wie ich solche Wochenenden
zu verbringen pflege, wenn sich die Chance ergibt, kann bei Interesse
im Artikel Arena-Wochenende nachgelesen werden. Als ich Sonntag
Nacht nach Hause zurück kehrte, konnte ich zumindest feststellen,
dass bei Fortuna nicht viel passiert war. Der Trainer war immer noch da,
sehr zum Leidwesen einiger Experten, Lambertz, Anfang, Krecidlo, Pusic
und Eraslan immer noch verletzt, und in der Tabelle stand man immer noch
gut da, weil aus der Spitzengruppe nur Emden gewann, Erfurt und selbst
der WSV verloren auch mal ein Spiel. Somit konnte die Truppe einigermaßen
erholt am Tag der Deutschen Einheit, 03.10.07, zum FVN-Pokal an den Niederrhein
nach Goch reisen und die heimische Verbandsliga-Truppe der Viktoria locker
mit 5:1 weghauen. Trainer Weidemann ging kein Risiko ein und schickte
nicht die Zweite Mannschaft aufs Feld. Die Erste sorgte bereits in Halbzeit
1 mit einer 3:0-Führung für klare Verhältnisse und schaukelte
das Spiel in der zweiten Hälfte locker nach Hause, Erwig, Hampel,
Klimczok, Cebe und Kastrati waren die Torschützen. Das war wirklich
nichts im Vergleich zu dem, was zeitgleich in Düsseldorf passierte:
Regionalliga-Spitzenreiter Wuppertaler SV musste sich ebenfalls zu einem
Spiel bei einem Verbandsligisten herablassen, nämlich beim SC Düsseldorf-West.
Für die eigentlich schon aufgestiegene Truppe von Star-Trainer Jerat
natürlich unzumutbar. Dies dachte sich wohl zumindest der Coach und
gab mal wieder eine Kostprobe seiner unnachahmlichen kölschen Art,
die ja bekanntermaßen nicht durch einen Hauch von Selbstzweifel
getrübt wird. Er ließ eine Reserve-Mannschaft auflaufen und
überließ das Coachen an der Seitenlinie auch dem Trainer der
Zweiten Mannschaft, er selbst nahm gemütlich auf der Trainerbank
Platz und rührte keinen Finger. Dort durfte er dann mit ansehen,
wie die Truppe mit einem 1:2 nach Verlängerung aus dem Pokal ausschied,
was nach Augenzeugenberichten auch noch völlig verdient gewesen sein
soll. Wobei man nicht genau weiß, ob er die entscheidenden Szenen
auch gesehen hat, denn, ebenfalls Augenzeugenberichten zufolge, er verschwand
zwischendurch mal in ein angrenzendes Gebüsch, um sich zu erleichtern.
Vor dem Spiel soll er auch nicht mit der Mannschaft angereist sein, sondern
im Privat-Pkw, mit Hund als Beifahrer, und dies auch nicht zum ersten
Mal. Und da es wohl nicht die erste Disziplinlosigkeit des Trainers war
(wen wunderts?), erteilte der Präsident des WSV dem Trainer
in der Woche danach (der WSV hatte spielfrei) eine allerletzte Abmahnung.
Jerat stand nur Zentimeter vor dem Rauswurf, und das als Trainer des Tabellenführers!
Sagt wohl auch so einiges über den Herrn...
Natürlich kann ihm das Pokalspiel egal sein, denn da seine Truppe
ja sowieso aufsteigt, ist sie damit auch automatisch für den DFB-Pokal
qualifiziert, man braucht den Verbandspokal somit nicht. Aber wahrscheinlich
ist er jetzt beim Fußballverband Niederrhein schwer im Verschiss.
Die hatten bei der Auslosung der Pokalrunden im Sommer ja
mal wieder ein gutes Händchen, sodass im Halbfinale wieder die Partie
Wuppertaler SV gegen Fortuna Düsseldorf zufällig
herausgesprungen wäre zum vierten Mal in Folge und zum vierten
Mal in Folge auswärts im Zoo-Stadion...Und dann kommt der Jerat daher
und schickt einfach die zweite und dritte Garnitur aufs Feld! Tststs...wenn
die sich das nicht mal merken...
Die nächste Pokalrunde, das Viertelfinale, stand bereits am 14.10.07
(Sonntag) an. An diesem Spieltag war nämlich wieder spielfrei, diesmal
gleich für die ganze Regionalliga, aufgrund der EM-Qualifikationsspiele.
Weil man ja die Vereine mit vielen Nationalspielern, egal ob In- oder
Ausland, nicht benachteiligen darf. Was ja auch ziemlich leicht einzusehen
ist, da man diese Vereine selbstverständlich zur Verpflichtung ihrer
Nationalspieler gezwungen hat. Oder so ähnlich. Unser Gegner im Pokal
würde alles andere als ein Leichtgewicht werden: der 1. FC Kleve
würde zum Tanz bitten, ein Team aus der Oberliga-Spitzengruppe, mit
neuem Trainer Arie van Lent in dieser Saison bislang gut dabei, obwohl
die Truppe mit acht Feldverweisen nach 11 Spieltagen derzeit wohl eher
eine rustikale Spielweise pflegt. Auch den prominenten Trainer verschlug
es bereits zweimal während eines Spiels zwangsweise auf die Tribüne,
er geht also immer noch voll mit. Hinzu kommt, dass bei Kleve seit dieser
Saison unser ehemaliger Torjäger-oder-auch-nicht Marcel Podszus spielt,
der in der laufenden Saison auch schon 6mal genetzt hat. Allerdings nicht
beim Spiel gegen Fortuna II vor einigen Wochen, als man mit 1:3 die erste
Saisonniederlage kassierte (natürlich mit zwei Feldverweisen und
Trainer van Lent auf der Tribüne). Da fühlte er sich beim Auflaufen
am Flinger Broich wohl gleich an alte Zeiten erinnert und vergab zweimal
freistehend. Vielleicht hatte er sich seine Treffer aber auch nur für
die Erste Mannschaft aufgehoben. Kleve würde im eigenen kleinen Stadion
spielen (in der Oberliga 2004 war man noch nach Uerdingen ausgewichen),
hierfür schaffte man es, binnen zwölf Stunden nach Feststehen
der Partie auch noch die Eintrittspreise zu erhöhen. Hier war also
äußerste Vorsicht angesagt, ein sehr unbequemer Gegner.
Am 03.10.07 fand abends allerdings noch ein Spiel statt, welches meine
Aufmerksamkeit erregte. Es war mal wieder Derbytime an meinem alten Studienort,
Waldhof Mannheim gegen VfR Mannheim in der Oberliga Baden-Württemberg.
Ich war ja schon beim Spiel in der letzten Saison dort gewesen, gerade
mal vier Monate zurück. Der interessierte Leser wird sich erinnern,
da gab es mächtig Rummel um das Spiel, weil der Waldhof in diesem
Jahr 100 Jahre alt geworden ist. Es folgte ein unfassbar schlechtes Spiel,
welches der VfR auch noch mit 1:0 gewann. Hier war also noch etwas zu
regeln. Der Waldhof ist zwar immer noch 100 Jahre alt, jedoch entfiel
das ganze Brimborium vor dem Spiel, man konzentrierte sich auf Fußball.
Die Waldhöfer taten nämlich etwas, was sie bei einem Teil der
Düsseldorfer Fans wohl auf Anhieb so richtig beliebt machen würde,
sie warfen in dieser Saison bereits den Trainer raus nach der ersten
Saison-Niederlage. Muss man auch erst mal machen. Allerdings soll die
Truppe auch vorher schon grausam gespielt haben. Neu-Coach ist Alexander
Conrad, in dortigen Breiten wohl ein bekanntes Gesicht, mir selbst eher
unbekannt. Was allerdings nicht auf Teile des Waldhof-Kaders zutraf, dort
können wieder illustre Spieler gesichtet werden: unter anderem liefen
Christoph Babatz und Dennis Weiland auf, durch ihre Zeiten u.a. beim FSV
Mainz aus Funk und Fernsehen bekannt. Aber auch für mich war etwas
dabei: Ermin Melunovic, unser Chancentod aus der Saison 2005/06 ist nach
einem Jährchen bei Eintracht Trier wieder in Mannheim angekommen.
Fast hätte ich erwartet, auch noch Gustav Policella auflaufen zu
sehen, aber er tat mir den Gefallen nicht. Keine Ahnung, wo der abgeblieben
ist. Und der Ermin, durchaus ein Sympathieträger in seiner Zeit bei
Fortuna, weil er zwar nicht ins Tor traf, aber vollen Einsatz zeigte und
auch so manchen Elfmeter herausholte, der zeigte gleich mal, dass er nichts
verlernt hatte und verballerte direkt zwei Riesendinger. Davon ließen
sich allerdings seine Mannschaftskollegen nicht anstecken und fegten den
in allen Belangen unterlegenen Gast von nebenan mit 6:0 aus dem Stadion.
Das war mehr als eine Revanche für das Gegurke im Mai, das ging schon
eher in Richtung sportliche Exekution, besonders in der zweiten Halbzeit.
Über 5.000 Zuschauer waren begeistert, und der neue Coach, gerade
mal im dritten Spiel an der Linie, dürfte sich seinen Platz in den
Waldhof-Chroniken gesichert haben. Eine vielleicht etwas einseitige, aber
sehr unterhaltsame Partie, mal wieder mit bester Feuerwurst, aber das
ist ja schon Usus.
Zwei Personalien noch von diesem Spiel: im Tor der Gäste stand Thomas
Weiß, der Spieler, der beim Derby im Mai an seinem Geburtstag bei
einem Zusammenprall mit einem Waldhof-Spieler so schwer verletzt worden
war, dass kurzzeitig Lebensgefahr bestanden hatte. Allein deswegen war
sein Auftritt am 03.10. für mich schon bemerkenswert. Dies steigerte
sich noch, als ich erfuhr, dass er sich kurz vor dem Spiel auch noch zwei
Rippen gebrochen hatte. Der Mann ist sportlich wirklich nicht vom Glück
verfolgt. Und trotzdem stand er wieder im Kasten, vor sich diesen Trümmerhaufen
von Abwehr, der ihn schändlich im Stich ließ. Fast konnte man
Mitleid haben, er musste ein ums andere Mal die Kugel aus dem Netz holen,
war an allen Gegentreffern unschuldig und bester Mann seiner Truppe. Daher
bleibt mir nur die Gratulation dafür, dass er überhaupt schon
wieder auf dem Rasen stand. Aber an jenem Abend wäre ihm auch das
wohl egal gewesen.
Und noch etwas Erfreuliches: ich habe ja seit einigen Jahren einen Bekannten,
der auch im Tagesgeschäft des SV Waldhof mitmischt (u.a. als Autor
in der Stadionzeitung), und der mich vor zwei Jahren überhaupt dazu
animierte, mal wieder das Derby zu besuchen. Denn wenn er kommt, kann
ich mich schlecht drücken, er wohnt schließlich seit geraumer
Zeit in Hamburg! Dieser positiv Bekloppte also wurde von einem Mitarbeiter
kurz vor dem Spiel auf den Rasen gelockt, angeblich um ein kurzes Interview
mit einem Gast zu führen. Seine weibliche Begleitung sollte hierzu
die fotografischen Nachweise liefern. Das war aber natürlich nur
ein Trick der Dame, das Interview gab es nicht, stattdessen einen Heiratsantrag.
Der so Überraschte nahm mit den Worten an, die sich wohl sicher schon
so mancher Mann in vergleichbarer Situation gedacht hat, nämlich:
Was kann ich jetzt noch groß sagen? Natürlich: ja!
Und ich möchte nicht wissen, wie die anschließende Feier ausgefallen
ist, ich musste ja nach dem Spiel wieder nach Hause. Denn zusätzlich
hatte er an diesem Tag auch noch Geburtstag! Wiegenfest, Heiratsantrag
und das Derby 6:0 gewonnen, alles an einem Tag würde mich
nicht wundern, wenn er erst mal drei Tage dauerbreit gewesen ist. Daher
an dieser Stelle auch noch mal meine herzlichen Glückwünsche
und sagt Bescheid, wenn die Hochzeitsglocken läuten!
Soviel zum Thema: wie man sich die Zeit vertreiben kann, wenn der Liga-Betrieb
mal eine Woche ruht. Es durfte also weiter gehen.
Wieder nur ein Punkt
Am 06.10.07 kam RW Ahlen in die LTU-Arena. Die waren auch mit Vorsicht
zu genießen. Zwar hatte die Truppe des Ex-Nürnberger Profis
Christian Wück gleich am ersten Spieltag in Erfurt direkt mal 6 Stück
bekommen, anschließend aber kein Auswärtsspiel mehr verloren.
Außerdem kam mit Lars Toborg ein Stürmer, der auch weiß,
wo die Kiste steht, 7 Saisontreffer bislang. Und wem das noch nicht reichte,
der konnte sich ja gerne mal die Statistik der letzten Saison anschauen:
0:3 und 1:4 hieß es da gegen die Münsterländer. Ein unbequemer
Gegner.
Den Fortuna in den ersten 20 Minuten vor über 10.000 Zuschauern eigentlich
gut im Griff hatte. Man war überlegen und spielte auch die ein oder
andere Chance heraus, die größte hatte Kastrati, der schön
frei gespielt wurde, aber an Torwart Lenz scheiterte. Anschließend
zeigte Ahlen, dass man nicht vorbei gekommen war, um nur blöd zuzuschauen,
einige gute Angriffe fanden ihren Weg nach vorne, besonders der quicklebendige
Martin Stahlberg war für meinen Geschmack ein wenig zu schnell für
so manchen Abwehrspieler der Fortuna. Aber hüben wie drüben
passierte nichts Weltbewegendes mehr, und so ging es mit 0:0 in die Pause.
In der 55. Minute dann mal wieder ein Highlight, das bewies, dass sie
es doch können, wenn sie nur wollen. Olivier de Cock, diesmal von
Anfang an mit bärenstarker Partie, ich glaube, der hat an jenem Nachmittag
keinen einzigen Zweikampf verloren, spielt auf halbrechts einen schönen
Pass in die Spitze, Axel Lawaree verlängert blitzschnell mit dem
Absatz in den Strafraum, und Marco Christ hat sich frei gelaufen und kann
die Kugel aus zehn Metern im langen Eck unterbringen. 1:0, ein toller
Spielzug!
Leider setzten die Spieler nicht nach, sondern zogen sich peu à
peu zurück, um den Vorsprung zu sichern, etwas, das auch der Trainer
nach dem Spiel monierte, also kam die Anweisung wohl nicht von ihm. Ahlen
brachte allerdings bis auf einen gefährlichen 16-m-Schuss von Stahlberg,
den Melka glänzend parieren konnte, auch nicht viel zustande, und
so hätte alles gut ausgehen können, wenn es nicht die 85. und
86. Minute gegeben hätte, in denen mal wieder gezeigt wurde, was
im Fußball so alles geht.
Zunächst kommt Ahmet Cebe völlig frei im Strafraum zum Schuss,
aber er senst über den Ball. Das passte zu seiner einigermaßen
indiskutablen Leistung, die er an jenem Tag zeigte. Das war allerdings
nichts gegen das, was unmittelbar darauf folgte: keine 30 Sekunden später
erkämpfte sich Cebe erneut den Ball, als die Ahlener sich noch nicht
geeinigt hatten, wer die Kugel jetzt wegbefördern sollte. Wieder
tauchte er völlig frei vor Torwart Lenz auf, sogar noch mit Zeit,
den Torwart auszugucken. Das wäre sicherlich die Entscheidung gewesen,
aber er schob Keeper Lenz die Kugel in die Arme. Dieser schlug ab, der
Ball kam auf einigen Umwegen zum eingewechselten Reus. Der narrte gleich
vier Fortunen, ca. 20 Meter vor dem Tor, geriet dann ins Stolpern und
spitzelte den Ball dennoch mit der Pieke noch weiter an den Sechzehner.
Dort wartete Martin Stahlberg, ließ sofort einen richtigen Strahl
aufs Tor los, und der Ball landete rechts oben im Winkel, obwohl Melka
noch dran war. 1:1-Ausgleich, noch nicht einmal unverdient, weil Fortuna
über weite Strecken des Spiels zu passiv war. Aber wie war das noch
mit Freud und Leid, die so dicht beieinander liegen? Noch nicht mal eine
Minute war zwischen der möglichen Entscheidung und dem Ausgleich
vergangen. Wirklich bitter.
Nun, es hätte natürlich noch bitterer werden können, denn
in der 90. Minute hatte Sebastian Schoof gar noch den Siegtreffer für
Ahlen auf dem Schlappen, aber er zog das Leder aus kurzer Distanz nach
Rechtsflanke über das Tor. Auch das wäre wohl nicht verdient
gewesen, das Unentschieden ging in Ordnung. Aufgrund des Spielverlaufs
fünf Minuten vor Schluss aber natürlich ein verschenkter Sieg.
Pokal-Nachlese
Zum guten Schluss dieses Berichts stand noch das bereits erwähnte
Viertelfinal-Spiel im FVN-Pokal gegen den 1.FC Kleve. Hierzu reiste man
bei herrlichsten Wetter nach Kleve an den Bresserberg...nein, pardon,
in die Volksbank-Arena. Die ca. 5.000 Plätze, die diese Arena
bietet, waren dann auch recht gut besetzt, was man daran sehen konnte,
dass die Partie mit 10 Minuten Verspätung angepfiffen wurde. Und
auch hier wollte Trainer Weidemann keine Entschuldigungen gelten lassen
und stellte die aktuell stärkste Mannschaft auf. Er stellte nur leicht
um und ließ Olivier de Cock als klassischen 6er vor der Abwehr spielen,
als Beweis für seine Lernfähigkeit. Diesen Posten hatte im Spiel
gegen Ahlen noch Robert Palikuca bekleidet, ein für meinen Geschmack
etwas unglückliche Wahl, denn so stark der Pali im Kopfballspiel
und im Zweikampf manchmal ist, in puncto Technik wirkt er doch zumeist
etwas unbeholfen. Da ein wenig Spielkunst aber auf der Position des Staubsaugers
allerdings schon von Vorteil wäre, nämlich wenn es gilt, den
Ball intelligent nach vorne zu bringen, um vielleicht einen Gegenzug einzuleiten,
konnte man die Umstellung nur begrüßen.
Fortuna setzte gleich mal ein Zeichen und ging nach einer Viertelstunde
in Führung, als ein Freistoß von Marco Christ im Tor landete.
Vielleicht war Hamza Cakir mit dem Kopf noch dran, vielleicht auch nicht,
das war schwer zu sehen. Im Anschluss ergab sich ein durchaus gewohntes
Bild, die Fortuna überlegen, nutzte aber weitere Chancen nicht und
baute den Gegner langsam, aber sicher auf. In der zweiten Halbzeit hielt
Kleve ordentlich dagegen, und die Fortuna wackelte. Höhepunkt sicherlich
die 60. Minute, als ein Klever Spieler völlig frei vor Melka neben
das Tor köpfte. Dieser Spieler war Marcel Podszus, und daher von
mir ein großes Dankeschön an die innere Verbundenheit, die
Marcel mit seinem alten Verein noch zu pflegen scheint. Das kennen wir
ja zumeist anders.
Das Spiel hätte noch einmal kippen können, doch Klimczok konnte
eine Viertelstunde vor Schluss einen Kopfball von Goncalves auf der Linie
klären. Man überstand auch die letzten Ausgleichsbemühungen
der Gastgeber, und in der 91. Minute lochte Lawaree einen Konter zur Entscheidung
ein. 2:0 gewonnen, nicht besonders spektakulär, aber wen interessiert
das schon? Das Halbfinale des FVN-Pokals ist somit erreicht. Der Gegner
wird erst am 24.11.07 im Spiel SSVg Velbert gegen SC Düsseldorf-West
ermittelt. Unsere Freunde aus Velbert sind hier natürlich Favorit.
Und das könnte bedeuten, dass wir in dieser Saison auch im Pokal
doch noch einmal in den Wuppertaler Zoo müssen. Denn selbstverständlich
ist auch diese Partie ein Auswärtsspiel (unser letztes Heimspiel
im Pokal datiert meines Wissen vom Februar 2003, damals auch gegen Kleve),
und ob die Velberter noch einmal gegen uns in ihrem Stadion Sonnenblume
antreten wollen oder dürfen, bedarf wohl noch einer abschließenden
Klärung. In unserer zweiten Oberliga-Saison, 2003/04, waren sie schon
ausgewichen ins Zoo-Stadion. Ich glaube, so langsam würden
wir uns auch unwohl fühlen, wenn wir nicht mindestens zweimal pro
Saison in dieser (Noch-?)Bruchbude antreten dürften. Wenn dies nicht
eintreten würde, würden wir wahrscheinlich an der LTU-Arena
erst mal entgeistert nachschauen, ob der Rhein noch nicht in die richtige
Richtung fließt...
Aber diese Frage eilt auch noch nicht, wie gesagt die Viertelfinalpartie
der Velberter gegen den WSV-Bezwinger Düsseldorf-West findet erst
am 24.11.07 statt und muss natürlich auch erst einmal von den Bergischen
gewonnen werden. Und das Halbfinale selbst findet erst Anfang kommenden
Jahres statt.
Der eigentliche Hammer dieses Spiels war allerdings, dass man in der Halbzeitpause
bemerkte, dass einigen Fortuna-Spielern Geldbörsen und Autoschlüssel
geklaut worden waren! Aus der Umkleidekabine, während der ersten
Halbzeit, unbemerkt und das in einer Arena! Ich gebe zu, ich habe
schon einiges erlebt, aber so etwas noch nicht. Vielleicht ist das ja
auch die Erklärung für die etwas zähe zweite Halbzeit.
Wer spielt schon entspannt, wenn vor seinem geistigen Auge immer wieder
die Szene abläuft, wie ein Unbekannter in den eigenen Wagen steigt
und wegbraust? Die Kriminalpolizei wurde eingeschaltet. Aufklärung
folgt (hoffentlich).
Trainer-Possen
Die lustigen Sachen, die ein Wolfgang Jerat so veranstaltet, wurden hier
ja bereits genannt. Aber der ist immerhin Tabellenführer. Unser Coach
ist weiterhin eher brav und bieder, durchaus nicht unsympathisch, aber
einigen Leuten eventuell etwas langweilig. Damit ist er natürlich
der perfekte Sündenbock für all diejenigen, die sich ernsthaft
wundern, warum wir nicht schon längst aufgestiegen sind.
Nun läuft es derzeit in der Meisterschaft nicht besonders rund für
Fortuna. Und an wem das liegt, ist selbstverständlich klar. Es kann
nur Trainer Uwe Weidemann sein. Dass ein Spieler wie Cebe mal einen rabenschwarzen
Tag erwischt und binnen 30 Sekunden gleich zweimal die Entscheidung vergibt
spielt keine Rolle. Dass vier Spieler nicht in der Lage sind, den
Ahlener Reus am entscheidenden Abspiel zu hindern geschenkt. Da
hat der Übungsleiter womöglich etwas Falsches trainieren lassen
bzw. lässt die Spieler absichtlich auf falschen Positionen spielen,
was diese natürlich dermaßen mitnimmt, dass sie sofort das
Fußballspielen einstellen. Und mit falscher Position
ist nicht etwa gemeint, dass er Lawaree linken Verteidiger oder Cakir
Spielgestalter spielen lässt nein, schon Verschiebungen von
links in die Mitte innerhalb des Defensiv-, Mittelfeld- oder Offensivverbandes
verunsichern das Team anscheinend so sehr, dass es mit der Leistung sofort
bergab geht. Meinen einige jedenfalls.
Ach was, Etwas Falsches trainieren lassen oder auf falschen
Positionen spielen Begründungen braucht die tapfere
Schar Uwe-Fans schon lange niemand mehr. Beispiel aus der
Partie gegen Ahlen gefällig? Da wechselte Weidemann unmittelbar nach
dem Gegentreffer Kapitän Henri Heeren gegen Fabian Hergesell aus.
Dies brachte ihm natürlich empörte Kommentare ein, zumal des
Trainers Wechselpolitik schon seit langem umstritten ist. Wie kann der
nur den Heeren rausnehmen, wo der doch in seinem ersten Spiel nach seiner
Verletzung aus der Partie gegen Lübeck tatsächlich ein solides
Match gespielt habe! Ja wie kann er denn nur? Würde man mal ab und
zu im Stadion auch auf das Spielfeld achten, hätte einem auffallen
können, dass Heeren vorher schon mehrfach seine Auswechslung signalisiert
hatte, weil er sich wieder einmal verletzt hatte. Aber das wäre ja
langweilig. Und dass Hergesell für ihn ins Spiel kam, also der Spieler,
der exakt dieselbe Position spielt, linker Außenverteidiger, das
war doch auch wieder so ein Witz des Trainers! Wie gesagt, Heeren zeigte
es lang genug an, und als Hergesell dann an der Seitenlinie stand, fiel
das 1:1. Da hätte der Uwe dem Hergesell doch sagen müssen, dass
es ihm Leid tue, und noch einen Offensiven bringen müssen! Typisch
Uwe, so was von unflexibel und vom Fußball nu gar keine Ahnung!
Würde man ab und zu im Stadion auch mal auf die eigene Mannschaft
achten, hätte natürlich auffallen können, dass Weidemann
gar keinen Stürmer mehr bringen konnte er hatte nämlich
keinen mehr. Heidinger und Erwig waren bereits eingewechselt worden. Aber
auch das wäre natürlich richtig langweilig, deshalb macht man
es gar nicht erst. Von dieser Sorte gibt es mittlerweile unzählige
Beispiele. Natürlich macht auch der Trainer Fehler, natürlich
muss man manche Dinge durchaus mal hinterfragen, aber es ist schon beinahe
rührend, mit anzusehen, wie ihm einige Leute schlicht alles an den
Hals hängen wollen, um ihn loszuwerden. Denn eins ist mal klar: die
Mannschaft ist natürlich absolut zweitligatauglich. Außer,
wenn man nach einem Spiel, vorzugsweise einem schlechten, die Aussagen
im Forum liest. Da wird gnadenlos vorgeführt, welche Schwachpunkte
die einzelnen Spieler angeblich haben, dass man meinen könnte, hier
spielt eine Kreisliga-Truppe. Aber in der Summe, so die Meinung derselben
Leute, in der Summe sind diese Spieler aufstiegstauglich. Und weil das
so sein muss, kann es ja nur am Trainer liegen, wenn es nicht läuft.
Der sie alle ständig falsch einsetzt. Der immer so doofe Interviews
gibt (für den Trainer einer Fußballmannschaft natürlich
unfassbar wichtig). Der zu weich ist und sich nicht durchsetzen kann.
Der zu hart ist und jungen Spielern keine Chance gibt. Letzteres Argument
besonders amüsant, weil es in dem Zusammenhang gebracht wurde, er
hätte doch anstatt Hergesell in der Schlussphase Klimczok einwechseln
sollen. Hergesell ist 21, Klimczok 28 das sind allerdings Quantensprünge,
die dem geneigten Fan mühelos gelingen. Wie gesagt, irgendwelche
Erklärungen interessieren ja keinen mehr, das Fazit ist seit Monaten
schon gezogen und lautet: dieser Trainer muss weg, und der kommt auch
weg!
An dieser Stelle möchte ich das Wort weiter reichen. Es gab nämlich
diesbezüglich in der Woche nach dem Ahlen-Spiel einen Beitrag im
Forum, der mir ausgezeichnet gefiel. Deshalb habe ich ihn dreist kopiert
und hier rein gesetzt, allerdings nicht, ohne den Autor vorher um Erlaubnis
zufragen (außer, wenns der Trainer geschrieben hätte,
dann wäre es auch so kein Problem gewesen). Einen herzlichen Dank
daher von mir an partizan23 für die nachfolgenden Zeilen, die mir
leider nicht eingefallen sind. Nicht-Fortuna-Fans werden vielleicht Schwierigkeiten
mit dem ein oder anderen Insider haben, aber die Intention
des Beitrags sollte dennoch deutlich werden. Und um eins vorweg zu sagen:
natürlich ist der Beitrag leicht übertrieben. Aber wirklich
nur leicht.
Eine kleine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse
Verdammt noch mal, warum geht denn der Ball zum 2:0 nicht rein, da hätte
man doch den Cebe bringen müssen, der hätte den reingepustet,
Uwe raus!
Aber Moment mal, das war doch der Cebe, der den Ball vertändelt hat?!
Wie kann dieser Möchtegerntrainer den Cebe bringen und dann noch
drin lassen. Weiß doch jeder, dass der im Moment aus fünf Meter
kein Scheunentor trifft, der muss raus, genau wie der Uwe!
Aber vielleicht wollte der Trainer dem formschwachen Spieler den Rücken
stärken wie bei Lumpi, der ist dann doch richtig stark geworden (Anm.:
Lumpi ist Andreas Lambertz)
Pah, der Cebe ist nicht der Lumpi. Weiß doch jeder, dass das bei
dem nicht funktioniert, außer Uwe natürlich, Uwe raus! Außerdem
kann er nicht mit jungen Spielern, warum spielt Heidi denn nie? (Anm.:
Gemeint ist Sebastian Heidinger)
Moment, Heidi spielt ja öfter mal, leider sehr unter seinen Möglichkeiten
oder Erwartungen
Ist doch auch klar, außer schnell laufen kann der doch nix. Das
sieht nun wirklich jeder! Außer Uwe natürlich. In so einer
Situation darf man keine jungen Spieler bringen, sondern Erfahrene, wie
den Klimczok, aber der Möchtergerntrainer mit seinem Jugendwahn weiß
das natürlich wieder nicht, Uwe raus!
Naja, der Trainer sieht ja alle Spieler fast täglich beim Training,
ist oft von Außen schwer zu beurteilen, wer besser spielen sollte
und wer nicht, da kann man oft nur vorsichtig vermuten!
Papperlapapp, ich weiß es aber ganz genau. Ich bin Allesfahrer und
sehe mir auch alle Spiele der Zwoten an. In der Zwoten spielen fast alles
Spieler besser als in der Ersten, die haben halt auch einen richtigen
Trainer. Die Erste nicht. Die haben Uwe.Uwe raus!
Vielleicht ist es nicht ganz sicher, ob Spieler, die ganz gut aussehen
bei klassentieferen Vereinen wie 'Grüne Borke Haßloch' und
der Zweitvertretung von 'Hurrassia Kleinkleckersdorf,` auch in der leistungsmäßig
engen Schweineliga im Profifußball mithalten können?
Quatsch, wer in der Oberliga ein ganz Guter ist, gehört in der Regionalliga
zu den ganz Großen. Jeder weiß das. Die Allesfahrer. Die Zwote-Gucker.
Jeder. Außer Uwe. Uwe raus!
Nun muss man aber bei den letzten Ergebnissen auch betrachten, dass uns
mit Lumpi und Anfang das Herz und das Hirn der Mannschaft fehlen, und
die beiden wahrhaft nicht zu ersetzen, sondern nur notdürftig ihre
Löcher zu flicken sind.
Blödsinn. Redest ja schon wie dieser Möchtegerntrainer. Wir
haben mit großem Abstand den besten Kader in der Liga, gegen uns
sind alle anderen Clubs Ansammlungen hüftsteifer Oberschenkelamputierter.
Und das gilt nicht nur für die Regionalliga. Ohne Uwes Versagen letzte
Saison würden wir als verlustpunktfreier Spitzenreiter die Zweite
Liga dominieren, und was die Bundesliga taugt, zeigt ja das desolate Auftreten
in der CL. Ich sehe in Deutschland nur einen Kader annähernd so stark
wie unsere Erste Mannschaft - das ist unsere Zweite Mannschaft. Damit
würde jeder Trainer ohne Aufwand jedes Spiel gewinnen. Jeder Trainer.
Außer Uwe. Uwe raus!
Aber ist es nicht so, dass wir von Finanzrahmen eher zu den Kleinen in
der Liga gehören ? Haben doch fast alle einen wesentlich größeren
Etat als wir, und deutlich weniger Schulden. Müssen wir uns denn
da nicht etwas mit unserer Erwartungshaltung einschränken?
Nein! Wir sind Düsseldorf. Hier sind alle reich und schön. Wir
haben die schönste Stadt, die schönsten Fans und den besten
Fußballverein aller Zeiten. Nur der Uwe, der alte Zonenhansel macht
uns alles kaputt! Uwe raus!
Aber ist es nicht so, dass die 10 Trainerjahre vor Uwe eine mit Grauen
gefüllte Geschichte war und allesamt wirklich schädliche und
schlechte Trainer für Fortuna waren ? Sticht da Uwe, und das nicht
nur statistisch seiner Ergebnisse nach, dann doch eher positiv raus?
Ich kann mich an die letzten 10 Jahre vor Weidemann nicht erinnern. Darauf
gebe ich Ihnen mein Barschel´sches Ehrenwort. Kann aber nicht so
schlimm sein gewesen sein wie unter Weidemann. Wahrscheinlich haben wir
ganz gut in den oberen Ligen mitgekickt oder so. Pest, Atomkrieg, Guantanamo-Folter
alles ein gemütliches Nonnenpicknick gegen das
Schlimmste, was einem Fan, vor allem Allesfahrer, passieren kann: Uwe
Weidemann! Uwe raus!
Na gut, nehmen wir mal an, die jetzige Misere eines unerträglichen
dritten Platzes hat nur und ausschließlich der Trainer zu verantworten.
Wer bezahlt seinen Vertragsauflösung und wer kommt dann als neuer
Trainer ?
Wenn Weidemann weg ist, kommt der Erfolg, und damit mindestens 20.000
Zuschauer pro Heimspiel mehr. Eher 30.000. Die kommen doch jetzt alle
nicht, weil so schlechter Fußball gespielt wird, und das in der
Landeshauptstadt! Muss man sich mal vorstellen! Uwe raus!
Und welcher Trainer soll es dann richten ?
Ist doch egal, jeder, wirklich jeder Mensch auf diesem Planeten kann es
besser als Uwe. Uwe raus!
Einen Namen hätte ich ja schon ganz gern. Ein guter Trainer, bezahlbar,
frei verfügbar. Bitteschön:
Naja, einen Namen habe ich nicht parat. Aber ich habe da so meine Vorstellungen,
irgendwer, der die besten Eigenschaften der besten Trainer vereint, kann
ja nicht so schwer sein. Wir sind schließlich ein Riesenverein,
da werden die Bewerber ja Schlange stehen. Selbstverständlich werden
sie auch auf einen großen Teil des Gehaltes verzichten, schließlich
dürfen sie den besten Kader in der tollsten Stadt der Welt trainieren.
Und haben einen einfachen Job. Immer nur gewinnen, gewinnen, gewinnen.
Jeder weiß das. Jeder. Außer Uwe natürlich, der verbaselt
es wieder. Typisch! Uwe raus!
Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben wir nur ablösefreie Talente im
Kader, teilweise aus der Oberliga, mehr gibt das leere Portemonnaie nicht
her. Haben wir den wirklich ein so starkes Team wie Du behauptest ?Oder
muss es nicht erst einmal ein wenig reifen und wachsen um ein Spitzenteam
in der Regionalliga zu werden?
Nein, Nein, Nein, Nein, Nein! Die Spieler, die Wolf Werner ganz alleine
geholt hat (gegen den Willen von Uwe), sind alle mindestens mittlere Weltklasse
und verpflichten jeden Trainer zu einer beispiellosen Siegesserie, egal,
in welcher Liga. Würde auch jeder Trainer dieser Welt schaffen, außer
Uwe natürlich mal wieder. Uwe raus!
Und die Spieler, die Uwe in Zeiten seiner Doppelbelastung als Trainer
und Sportdirektor gleichzeitig verpflichtet hat?
Krüppelfüße, allesamt Krüppelfüße. Reine
Gefälligkeitsverpflichtungen vom Zonen-Uwe, einfach widerlich. Damit
hat er dem Verein, der vor seiner Verpflichtung glänzend da stand,
fast ruiniert. Und jetzt versauen seine Idioteneinkäufe unseren Kader.
Öööh, Moment. Ich denke wir haben den besten Kader der
Liga?! Und jetzt haben wir auch viele schlechte Spieler? Passt für
mich nicht zusammen, bitte um Erklärung!
Ist ja egal,. Hauptsache, Uwe raus! Der und seine Lieblinge, ich könnte
kotzen. Wie der den Podszus und den Feinbier immer wieder gebracht hat,
das war nur noch widerlich. Das hat uns die Teilnahme an der Besten
Zweiten Liga aller Zeiten (sagt Zweitliga-Top-Übertrager DSF
) gekostet. Wie lange will der blonde Hampelmann denn noch an diesen Lieblingen
festhalten? Versager! Uwe raus!
Jetzt wird es aber durcheinander. Podszus ist doch weg und Liebling
Feinbier ist auf Wunsch von Uwe nicht mehr hier.
Na siehste, das zeigt doch seine Inkompetenz. Feinbier schießt in
der bärenstarken RL Süd Tore am Fließband, und Podszus
trifft in Kleve, wie er will. Die beiden hätte man nie ziehen lassen
dürfen. Das wusste damals jeder. Jeder! Außer Uwe! Uwe raus!
Aber wollten nicht alle neue, junge, hungrige Spieler, die noch was erreichen
wollen ?
Pah, so läuft das doch nicht. Was sollen wir mit jungen Talenten?
Wir wollen, nein, müssen aufsteigen, weil wir der tollste Verein
in der tollsten Stadt (Landeshauptstadt!!!) sind. So Leute wie Albertz
bräuchten wir, erfahren und mit allen Wasser gewaschen. Das weiß
jeder, nicht nur die Allesfahrer! Uwe natürlich auch nicht. Uwe raus!
Naja, ganz davon ab das sich Ali körperlich nicht mehr so einbringen
konnte wie er es gerne hätte, war er wohl auch nicht mehr bereit,
sich Woche für Woche vom hirntoten Asozialenpöbel anmachen zu
lassen, sonst hätte er noch ne Saison draufgelegt.
Pah, der Albertz. der größte Arsch des Jahrtausends. Söldner!
Ganz übel. Hat über seine klägliche Karriere
irgendwo im schottischen Sumpfland kein Geld für die Altersvorsorge
zurücklegen können und hat deswegen die Fortuna ausgesaugt.
Schlimm! Den hat ja auch der Uwe geholt, wer sonst?! Uwe raus! Quatsch,
Uwe raus, wieder einstellen und nochmal sofort rausschmeißen, nur
damit er es mal lernt!
Aber hat Uwe denn niemals ein glückliches Händchen bei Neuverpflichtungen
gezeigt?
Nein, nie! Am schlimmsten war diese Denise Wolf, schlimme Frisur, schlimmer
Fußballer, bestenfalls zum Eiskunstlaufen geeignet oder für
Schwulenpornos. Es gibt nur einen Trainer in der Welt, der so einen Müll
verpflichten würde: Uwe Weidemann! Uwe raus!
Gut, er wirkte sehr talentiert, hat sich aber letztlich leider nicht bei
uns durchsetzen können. Aber bei seinem neuen Club Erfurt läuft
es doch.
Ha, da sieht man es wieder. Ohne Weidemanns Dazutun wurde damals ein Rohjuwel
verpflichtet, Denis Wolf hat das Zeug zu nem ganz, ganz Großen.
Das sieht jeder, selbst ein Blinder. Ein Allesfahrer erkennt das blind
und taub! Nur einer wieder nicht, und der verhökert den besten RL-Spieler
aller Zeiten an die Konkurrenz, und das noch an seinen alten Club in der
Ostzone. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Danke, Uwe, danke für
nichts. Uwe raus!
Ich merke schon, irgendwie dreht sich das hier im Kreis. man kann es drehen
und wenden wie man will, der Uwe hat wohl immer an allem Schuld, was schlecht
ist, und nix damit zu tun, was gut ist...
Yeah ma, you got it! Das ist Uwe Weidemann. Alles falsch und nie was richtig.
Warum das nur eine Handvoll Fans erkennt, weiß ich auch nicht, peinlich
ist das. Aber unser Kampf geht weiter. Wir wollen endlich wieder die guten
alten Zeiten mit Köppel & Co zurück, mit Uwe ist es nicht
mehr auszuhalten, Uwe raus!
Manche Experten bringen den Namen Willi Reimann als Nachfolger
ins Spiel. Ist das nicht ein absolutes Trainerauslaufmodell, das seine
letzten Erfolge hatte, als die meisten Weidemann-raus-Rufer noch gar nicht
geboren waren ?
Unsinn. Der Willi isset. Man kann auch den Namen viel besser langgezogen
ausrufen, Uweeeeeeeeeeee klingt irgendwie blöd, Willlllliiiiiiiiiiiiii
klingt viel geiler. Das ist wichtig für guten Support. Der wird im
Moment hauptsächlich durch schlechte Leistungen der Mannschaft unmöglich
gemacht. Und wer ist dafür verantwortlich? Richtig! Der Uwe. Uwe
raus!
Ich geb´s auf, egal wie man es dreht und wendet, Du findest ja immer
nur eine Schuldzuweisung an den Trainer, ich glaube das hat alles keinen
Zweck mehr hier. Möchtest Du zum Schluss der Community noch etwas
mitteilen?
Uwe raus!
Vielen Dank für dieses Gespräch
Fortsetzung folgt leider permanent in diesem Forum...
Also ich finds sehr unterhaltsam. Und wie der Schreiber schon ankündigt,
und dafür muss man auch kein Hellseher sein: Fortsetzung folgt. Solange,
bis er weg ist. Und dann hat man mal drei Wochen Ruhe, bis der Neue (wer
eigentlich? Egal.) das erste Mal wieder Mist baut.
Mittlerweile soll auch Sportdirektor Wolf Werner ein wenig verstimmt sein.
Aber der hat ja auch schwer zu kämpfen. Nach dem Spiel gegen Ahlen
unterstellte auch ihm nämlich ein Besucher mangelnde Begeisterungsfähigkeit
für den besten Verein der Welt. Begründung: der Herr Werner
sei kurz vor Schluss, beim Stande von 1:1, zur Toilette gegangen. So etwas
macht man doch nicht, wenn man sich voll für den Verein einbringt!
Kein Witz, das war Ernst gemeint! Darum votiere ich auch hier dafür,
bei Fortuna endlich Piss-Pagen einzustellen, damit das fortunistische
Funktionspersonal während des Spiels nicht abgelenkt wird und in
bösen Verdacht geraten kann. Vielleicht auch eine Überlegung
für WSV-Trainer Jerat, aber das nur am Rande. Ja, der Piss-Page aus
Mel Brooks Verrückter Weltgeschichte 25
Jahre lang hab ich das für einen lauen Witz des Altmeisters lauer
Witze gehalten. Aber wie heißt es doch so schön? Wir sind Fortuna
wir können alles! Also her mit dem Piss-Pagen! Wobei ich mir
gut vorstellen kann, wen einige Leute für diesen Posten vorschlagen
würden...
Inzwischen sollen auch Teile des Vorstands und des Aufsichtsrates nicht
mehr bedingungslos hinter dem Trainer stehen. Inwieweit da was dran ist
oder es nur eins der üblichen Gerüchte darstellt, vermag ich
aufgrund meiner räumlichen Entfernung zu Düsseldorf nicht zu
beurteilen. Trotzdem lässt sich zusammenfassend sagen: das sind also
die Spielchen, mit denen man sich in Düsseldorf die Zeit vertreibt,
wenn man Tabellen-Dritter ist, im Halbfinale des Verbands-Pokal steht,
die beste Abwehr der Liga hat, und bislang in allen Spielen, außer
der Partie in Oberhausen, eigentlich die bessere Mannschaft war...das
könnte bald wieder so lustig wie in alten Zeiten werden.
Natürlich hat die Mannschaft vier Spiele nacheinander nicht gewonnen.
Natürlich sind es auch nur fünf Punkte bis Platz 11, dem ersten
Abstiegsplatz in dieser Saison. Aber hat irgendjemand behauptet, dass
es leicht wird? Wohl nur diejenigen, die jetzt schon wieder die Messer
wetzen. Die nächsten Wochen werden sicherlich hochinteressant werden.
Man darf gespannt sein.
Hofft auf einen Goldenen Herbst: janus
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