25.3.2006
Der Homo lapsus im Tor der Werderaner glänzt erneut in seiner Rolle
als Reck-Nachfolger und legt den zuletzt vielleicht ganz ganz leicht verunsicherten
96-Stürmern die Bälle in bewährter Manier so akkurat vor,
dass selbst ein Daniel Stendel mit dem bei ihm eigentlich nie für
möglich
gehaltenen Traumwert von 1 Schuss / 1 Tor zu einer signifikanten Verbesserung
der Torquote beiträgt - die magische 40-Punkte-Grenze, die ja in
diesem Jahr bereits zur Teilnahme in einem internationalen Wettbewerb
berechtigt, rückt nach einem insgesamt ungefährdeten 3:0 im
Erlebnispark Weserstadion in greifbare Nähe.
1.4.2006
Torero Christiansen, letzter Vertreter der Anfang des Jahrtausends so
stolzen und ungemein erfolgreichen Spanier-Fraktion bei Hannover 96, steht
vor seinem Abschied, da der Verein künftig - zumal der geplante Höhenflug
bekanntlich eine gewisse Kälteresistenz erfordert - fast ausschließlich
auf skandinavisches Personal setzen möchte; zwar präsentiert
der multikulturelle Wandervogel in den Verhandlungen noch norwegische
Vorfahren aus dem 18. Jahrhundert, muss aber letztendlich doch erfolglos
davontrippeln.
Derweil schüttelt
der Hobby- Jahrhunderttalentscout Peter Neururer dem Management gegenüber
nicht ganz unerwartet eine Handvoll bisher unentdeckter Kracher zum Schnäppchenpreis
aus dem Ärmel; da der Coach seine Hand dafür in's Wasser legt,
dass diese Kicker auf Jahre die Konkurrenzfähigkeit gegenüber
englischen und italienischen Vereinen sichern, schmeißt man umgehend
die ursprünglichen Pläne mit einem 22-Mann-Kader über Bord
und läutet damit eine goldene Zukunft ein, wie sie die Roten in 110
Jahren nicht erlebt haben.
2.4.2006
Rache an Zuma und seinen Kollegen - bedingt durch schulerhaftes Zögern
in der Abwehr und erneute Eskapaden des Alm-Keepers Hain Blöd drehen
die Niedersachsen bereits in Vorgriff auf künftige Europapokal-Heldentaten
das 1:4 aus dem Hinspiel, wobei sich insbesondere die WM-Hoffnung Thommy
B. durch die Anwesenheit von Nationaltrainer JK California höchst
motiviert zeigt und seine Rolle in der Welt der Schönen & Reichen
mit einem allerdings nicht ganz lupenreinen Hattrick eindrucksvoll unterstreicht.
Leider stellt sich im Nachhinein heraus, dass lediglich der in der Harald-Schmidt-Show
gecastete Klinsi-Doppelgänger auf der Tribüne Platz genommen
hatte, so dass sich der stets selbstkritische Kicker ob einer solchen
Kraftverschwendung selber ohrfeigen könnte, letztlich aber den Gebrauch
einer Gesichtscreme vorzieht.