| Die
Roten auf dem Weg zum Olymp - dabeisein is alles
22.8.2008
Der immerjunge Klassiker 17. gegen 18., so etwas wie die ungenießbare
Pappschachtel auf dem ohnehin nicht reich gedeckten Tisch des deutschen
Fußballfeinschmeckers, lockt an einem lauen Spätsommerabend
doch
überraschend Zig Tausende in's Stadion, die ihr Kommen jedoch nicht
bereuen
brauchen - zumindest sofern die Anreise nicht länger als 50 Kilometer
gewesen is. Insbesondere der finnische Torlordi wirbelt die brandenburgischen
Überlebenskünstler mit 3 Treffern mal ordentlich durcheinander
und setzt die
'Minimum 6 Tore als Wiedergutmachung'-Vorgabe der Vereinsleitung engagiert
um. Da auch Moldawienschreck
Rosenthal zu alter Torgefährlichkeit zurückfindet
und inzwischen selbst die da Silvas und Jones' der Liga vor der albanischen
Allzweckwaffe in der Kategorie bis 64 kg zittern, bleibt unterm Strich
ein
ungefährdeter Sieg, mit dem man erstmals seit dem Wiederaufstieg
am großen
FC Bayern vorbeizieht - enorm wichtig bei einer Tabellensituation, in
der
die Münchner aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden können,
sondern auf
Patzer der milliardenschweren Konkurrenz angewiesen sind.
24.8.2008
Pokalauslosung : während die 2. Mannschaft ständig im Niedersachsenstadion
spielen darf, führt es die 1. paradoxerweise ein weiteres Mal in
eine dieser
neuen zu Hochsicherheitstrakten ausgebauten Regionalligaarenen irgendwo
am
Arsch der Welt - ein Los, das in Oberneuland mit einer Begeisterung
aufgenommen wird als fiele ein Sack Reis auf die Ferse eines chinesischen
Hürdenläufers.
31.8.2008
Es war ein schöner Tag; der Letzte im August - und da so was nicht
nur die
Maffayosis dieser Welt, sondern auch die Doppel(konsonanten)spitze
Schlaudraff/Forssell zusätzlich beflügelt, wird es für
die Lehman Brothers im Schwabendress fußballerisch ein ähnliches
Fiasko wie die Liebe eines Halbwüchsigen zu einer gereiften Frau.
Besonders motiviert und mit einer namensentsprechenden Superleistung zeigt
sich dabei der schweizerische Abwehrloch-Experte Mario E., der die bisherige
Neutralität der 96er bei Standardsituationen durch energisches Eingreifen
vergessen lässt, womit dann die Offensive angeführt vom ungarischen
Wandereisvogel leichtes Spiel hat und einen letztlich ungefährdeten
3:0 Erfolg herausschießen kann.
Bei einem so gelungenen Saisonauftakt hat auch Präsident Kind keinen
Grund
zum Rot oder Schwarz sehen und steckt die für den Last-Minute-Einkauf
von
Jan Simak vorgesehenen Scheinchen wieder ein - der lebensfrohe
Tschechenschwerenöter steigt trotzdem mit in den Bus, um das spielfreie
Wochenende in der schönsten Stadt der Welt verbringen zu dürfen
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