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Nordpark (13.4.2007).
Gladbach gegen Hamburg 0:1.
Freitag der 13. im ausverkauften Nordpark. Thomas und ich haben schon
im Vorfeld die Tickets für diesen Abstiegsknaller gebucht und machen
uns mit der S-Bahn auf den Weg (das Shuttle-Bus-System funktioniert optimal).
Die Gladbacher müssen gewinnen, die Hamburger sich rehabilitieren
nach der Vorführung bzw. Klatsche gegen Stuttgart.
Kein Wunder also, dass der HSV vorsichtig und abwartend aufspielt - auf
fünf Positionen verändert: Mehdi auf der Bank, ebenso Sanogo,
dafür Olic als Alleinunterhalter im na ja, nennen wir es ruhig
Sturm. Die Gladbacher dagegen im Vorwärtsgang:
Die erste Halbzeit gehört ihnen, sie spielen offensiv, greifen vor
allem über die rechte Hamburger Abwehseite an, wo Benjamin sichtlich
überfordert ist. Es springen auch einige gute Chancen heraus, die
beste von Insua, der eine scharfe Hereingabe vom schwer zu bändigenden
Jansen ans Lattenkreuz knallt. Es folgen noch zwei, drei weitere gute
Gelegenheiten, die aber von Kluge, Jansen und Svenson vergeben werden.
Rost hält den Kasten dicht. Hamburg findet vorne nicht statt, kein
Spielaufbau, der Ball wird nach vorne gedroschen wo Van der Vaart und
Olic gegen die gut formierte Borussenabwehr kein Land sehen.
Die zweite Hälfte, die beide Mannschaften unverändert beginnen,
beginnt nicht mit dem sonst üblichen Borussensturmlauf. Die Gastgeber
haben überraschenderweise vollkommen den Faden verloren, dem HSV
fällt es jetzt zunehmend leichter, das Spiel zu kontrollieren, bzw.
immerhin ein leichtes Übergewicht herauszuspielen, das sich aber
immer noch nicht in einer wirklichen Chance manifestiert. Ärgerlich
vor allem die mangelnde Laufbereitschaft des Mittelfelds. Selbst wenn
der Ball nach vorne kommt, rückt niemand nach, so dass sich den gelegentlich
auf den Flügeln ausweichenden Olic oder Jarolim keine Anspielstationen
bieten. Das ganze Spiel wirkt tranig. Not gegen Elend, ein regelrechter
Gruselkick. Angesichts der Tabellensituation der beiden Clubs hätte
man doch deutlich mehr Action erwartet. Aber weit gefehlt, es gibt auch
nur eine einzige gelbe Karte, Schiri Merk hat keine Probleme mit der überaus
fairen Partie. Das Publikum wird immer missmutiger und fordert Neuville,
der dann auch für Insua eingewechselt wird, obwohl dieser bis dahin
eigentlich eher zu den Gladbacher Aktivposten gehört hatte (was denn
auch vom Publikum entsprechend mit Pfiffen quittiert wird). Große
Veränderung bringt dies aber nicht. Endlich werden, aus meiner Sicht
viel zu spät, Mahdavikia und Guerrero ein-, und Olic ausgewechselt,
der mit seinen Kräften ebenso am Ende ist wie das gesamte Gladbacher
Mittelfeld, das so ab der 85. Minute auf Standby-Betrieb umschaltet und
extrem viel Raum für Konter lässt: 90. Minute: wunderschöner
Doppelpass zwischen Guerrero und Mehdi, der auf dem rechten Flügel
auf und davon ist, scharfer Pass nach innen, der Peruaner netzt ein. Schlusspfiff.
Bitter für Gladbach, der HSV hat mit sehr geringem Aufwand, noch
bescheidenerer Leistung und ziemlichen Dusel einen Dreier eingefahren.
Schade, nächstes Jahr nur noch Zweitligafußball in diesem schönen
Stadion.
PS: die Rückfahrt eine Katastrophe die S8 fährt nur stündlich
(!!) zwischen MG und D. Rückkehr in Ddorf 00:45 (Abpfiff 22.20)
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