Jessis WM Tagebuch

Sunday, July 09, 2006

Wahre Liebe

Und wieder einmal konnten wir beobachten: Wahre Liebe gibt es nur im Fußball. "Gute Freunde kann niemand trennen", sang schon damals unser Kaiser, und als ich gestern nach dem Spiel Jürgen und Jogi so zusammen angeschaut habe, da dachte ich, wenn Klinsmann jetzt aufhören würde und zurück nach Amerika ginge, das wäre, als würde man Siegfried und Roy trennen. Alles war gut gestern abend, sogar auf dem Fernsehschirm kam eine Stimmung rüber, dass ich mir gewünscht habe, auch in Stuttgart gewesen zu sein, und das, nachdem ich nachmittags noch getönt hatte, das Spiel sei mir wurscht, denn dritter oder vierter ist doch sowieso egal. Dass wir dann noch ein richtig schönes Spiel zu sehen bekommen haben, hat die Sache aber dann doch schön abgerundet.

Ab morgen ist dann alles vorbei, daher werde ich heute noch mal sämtliche Zusammenfassungen und Sondersendungen verfolgen, die das deutsche Fernsehen so zu bieten hat. Und so verfolgte ich eben die zugegebenerweise etwas peinliche, von der unsäglichen Frau Lierhaus moderierte Verabschiedung der Mannschaft auf der Fanmeile. Als ganz zum Schluss Poldi, Odonkor und Asamoah dann noch das Mikro ergriffen, um in schrägen Tönen "Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebenicht", da war selbst ich ein bisschen ergriffen.

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