Jessis WM Tagebuch

Friday, July 07, 2006

Stratford-upon-Avon

Die Regelmäßigkeit meiner Tagebucheinträge lässt stark zu wünschen übrig, das gebe ich zu. Das liegt nicht nur daran, dass ich gemerkt habe, Arbeit und WM passen irgendwie nicht wirklich zusammen, und daran, dass ich zu Hause über eine Woche ohne Internetzugang war, sondern auch daran, dass ich kurzfristig nach England reisen musste. Wirklich gutes Timimg war das mal wieder nicht, der Flieger hob am Mittwoch abend um halb zehn ab, ja genau, während des Halbfinales zwischen Frankreich und meinem WM-Favorit befand ich mich also radio- und fernsehlos über den Wolken. Und so musste ich mich mit englischer Zeitungslektüre und einer späteren Zusammenfassung des englischen Fernsehens begnügen. Inzwischen ist es längst bekannt: Portugal musste nun auch die Heimreise antreten, ich scheine die einzige zu sein, die den Iberern nachtrauerte, wurde doch meine Hoffnung auf große Geldgewinne noch länger geschürt als die derjenigen, die auf die großen Favoriten Brasilien, Argentinien und Deutschland gewettet hatten. Und niemand freute sich wohl mehr über das Ausscheiden Portugals als der Engländer. In der Zeitung "The Independent" las ich dann auch einen Schmähartikel über die portugiesische Kunst der Schwalbe, und dass es bei der portugiesischen Selecao gar noch mehr Schauspielkunst zu bewundern gäbe als in Statford-upon-Avon. Stratford-upon-Avon?? Genau dorthin führte mich doch meine anscheinend schlecht vorbereitete Reise! Stratford? Welcher Club spielt dort bloss, berühmt für sich fallenlassende Spieler!?? Alles grübeln half nicht, ich habe keine Ahnung.

In Stratford angekommen, erfahre ich das wahrscheinlich einzige Wissenswerte über die kleine Stadt Stratford: Es handelt sich hierbei um Shakespeares Geburtsort, wo auch heute noch die Royal Shakespeare Company zu Hause ist.

Englische Zeitungen verstehen ist gar nicht so einfach...

0 Comments:

Post a Comment

<< Home