Tuesday, March 06, 2007

Kein Grund zum Pessimismus

Als Anhängerin von unserer Eintracht neige ich ja manchmal zum Selbstmitleid. Während sich Freunde aus dem Kohlenpott neuerdings mit der Sorge herumschlagen müssen, dass Schalke jetzt nur noch 3 Punkte Vorsprung vor Bremen hat, oder die Bayern eine tiefe Krise durchleben, weil sie irgendwie über einen Platz 4 nicht hinauskommen, habe ich schon substantiellere Sorgen. Seit einer Woche stehen wir wieder auf einem Abstiegsplatz. Und schon reihe ich mich ein in die lange Reihe der Moserer: Naja, schließe ich mich den anderen Miesmachern an, dann gewinnen wir nächste Saison in der zweiten Liga wenigstens mal wieder ein paar Heimspiele. Irgendwie meint man anscheinend, als Frankfurter den Pessimismus gepachtet zu haben.

Heute morgen erreichte mich dann eine E-Mail von meinem Kollegen Mick aus England. Darin drückte er seinen Neid auf mich aus, weil es doch bei uns schon wieder bergauf geht, und weil wir außerdem schon wieder auf dem Weg aus dem Keller sind, und weil es auch immerhin nur noch zwei Punkte bis zum Platz zehn sind! Mick ist Leeds United-Fan und hat es nicht leicht. Leeds, englischer Meister von 1992 und dreifacher Uefacupsieger, steht seit acht Spieltagen auf Platz 24 der zweiten englischen Liga und hat damit seit acht Spieltagen die rote Laterne nicht mehr abgegeben. Es ist damit nicht so ganz unwahrscheinlich, dass sie in der nächsten Saison zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die dritte Liga absteigen. Ich soll mich also nicht so anstellen, sagt er und hat damit wohl auch recht …

Alles wird gut. Hoffentlich auch an der Elland Road.

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