zwei Spiele, ein Punkt
24. August: 1. FC Köln - Eintracht Frankfurt 1:1
Mein Kumpel
Hilmar ist der Meinung, frühestens nach drei Spielen ohne Sieg
könne man von einem Fehlstart in die Liga sprechen. Na gut, er
ist Gladbach- Fan, und in Gladbach sind die Erwartungen auch nicht
mehr so wie vor ein paar Jahren. Bei uns in Frankfurt aber auch nicht,
schliesslich sind wir doch jetzt schon die vierte Spielzeit in Folge
im sogenannten Oberhaus dabei.
Und
da darf man ja wohl vor dem Saisonstart und nach einem prima Testspiel
gegen Real Madrid zumindest heimlich mal an das böse U-Wort denken.
Nach dem Auftaktspiel gegen Berlin kam dann ja eh ganz schnell wieder
Ernüchterung.
Nun
also Spieltag zwei gegen Aufsteiger Köln. Vor dem Spiel gibt
es das in Köln übliche Karnevalsgedöns, der neue Ziegenbock
ist da, von der komischen europäischen Football-Liga übriggebliebe
Cheerleader hüpfen lächelnd auf dem Spielfeld rum, aus den
Lautsprechern tönt "Viva Colonia", und als ob das nicht
schon reichen würde kommt noch ein ganz besonderes Highlight:
Die "Höhner" (sog. Kölner "Kult-Band")
singen mit einem Kinderchor noch ein Liedchen, zu dem ich mir besser
jeden Kommentar erspare, ich hab ja eigentlich nix gegen Kinder und
gegen Kölner und auch nix gegen Hühner... Wo war ich stehengeblieben?
Achja,
Fussball. In der ersten Halbzeit konnnte ich vom Spiel fast nix sehen,
weil ich ja immer hinterm gegnerischen Tor stehe, und in die Richtung
des Kölner Tors verirrte sich der Ball leider nicht. Also stand
ich auf mein Stativ gestützt, die Augen wurden immer schwerer
(war spät geworden Samstag), und ich fing mich schon an zu freuen,
dass es ja nicht mehr soo lange hin ist zur Winterpause, da schreckte
mich das eins Null für Köln aus meinem Dämmer, dass
den Kölner Torwart Mondragon in exstatischen Jubel ausbrechen
liess. Na, wenn ich dem mal Nachts in einer dunklen Ecke begegnen
würde, bekäm ich echt Angst. JEdenfall wenn er dann gerade
in Torjubel ausbräche.
Sonst
passierte in Halbzeit eins nicht viel, die Kölner Fankurve fiel
mir durch ein unangenehm laut eingestelltes Mikro ihres "Kapos"
oder wie der Vorsänger sich nennt, auf, man achtet halt auf alles
mögliche, wenn auf dem Platz nix los ist. Achja, Die Kölner
verschossen noch einen Elfmeter.
In
Halbzeit zwei wurde es leider nicht spannender, immerhin schien die
Einwechslung von Caio und Liberopolus ein klein wenig mehr Schwung
zu bringen und glücklicherweise erzielte Fenin noch den Ausgleich.
Und zum Glück stand ich in der zweiten Halbzeit vor dem Frankfurter
Block, da war das Mikro nicht so laut, aber dafür die Fans.
Die
Kölner Faans sangen dann irgendwann: "Du kannst nach Hause
fahren", was ich überhaupt nicht kapierte, aber nach der
Lektüre diversr Interneforen nach dem Spiel meinten sie damit
wohl ihren eigenen Vorsänger. Das ist doch mal originell.
Und
zur Eintracht geb ich heute besser keinen Kommentar mehr ab, vielleicht
sind das ja alles nur normale Startschwierigkeiten, und gegen Wolfsburg
nächste Woche ist alles wieder gut. Immerhin sind wir ja nur
einen Punkt hinter Bremen und Bayern....